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COSID 110

Materialbeschreibung: Das Reibmaterial COSID 110 ist ein asbestfreies Bremsband. Es besitzt durch seine Kautschukbindung eine hohe Flexibilität und gute Festigkeit. Das Material enthält keine Metallanteile. Es ist gut für die Klebetechnologie geeignet, gut nietbar und kann sehr gut mechanisch bearbeitet werden. COSID 110 besitzt eine dunkelgraue Färbung, ein mittleres Reibwertniveau und sehr gute Verschleißeigenschaften.
 
Einsatzgebiete: Schiffbau, Hebezeug-Trommelbremsen, Einsatz in Gabelstapler-Radbremsen, vielfältiger Einsatz in der Industrie ( Band, Stanzteil, Segment, Ring ), besonders Antriebstechnik, allgem. Maschinenbau, Landtechnik, Das Material ist nur für Trockenlauf geeignet. Das Bindemittel ist ölbeständig.
 
empf. Gegenmaterial: Grauguß mit perlitischem Gefüge Stahl mit einer Festigkeit von mindestens 600 MPa
 
Anwendungsparameter: p = 0,3 ... 1,2 N/mm<=
v max = ... 40 m/s T
kurzzeitig = ... 300 (infinity)C
T dauernd = ... 250 (infinity)C
 
Physikalische Werte: Wärmekapazität: ca. 1,8 g/cm>=
  Zugfestigkeit: mind. 8 N/mm<=
  Brinellhärte: HB > 70 N /mm<=
  Wärmeleitfähigkeit: ca.0,45 W /m * K spez.
 
Bearbeitungshinweise: Bohren:
> Bohrer mit einem Spitzenwinkel von 118 (infinity)
> Bestückung mit Hartmetallplättchen ist zu empfehlen
> Der Bohrerdurchmesser soll 0,1 bis 0,2 mm
größer sein als das erforderliche Maß für die fertige Bohrung
  Drehen:
> Bestückung des Drehmeißels mit Hartmetall
> Vorschub: 0,2 bis 0,5 mm/Umdrehung
> Schnittgeschwindigkeit: 100 bis 150 mm /min
  Stanzen:
> Werkstoff für Stanzwerkzeuge: 90 Mn V 8 oder 210 Cr 46
> Belagdicke bis ca. 6 mm zum Ausstanzen

Reibwert-Druck-Charakteristika

Reibwert-Geschwindigkeit-Charakteristika

Verschleiß-Temperatur-Charakteristika

Reibwert-Temperatur-Charakteristika

Die Prüfergebnisse basieren auf Cosid-Testmethoden. Sie sollen der Materialauswahl dienen und Anhaltspunkte für die rechnerische Auslegung geben. Eine unmittelbare bertragbarkeit auf den Praxisfall ist nur mit Einschränkung möglich.Es sind angemessene Sicherheiten zu berücksichtigen. Erfahrungsgemäß ist eine Erprobung in Erstausrüstungsfällen nicht zu umgehen.